Stadt Tönning

Kategorie: Tönning
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Stadt Tönning Lage / Einwohner: Tönning liegt in der Eider-Treene-Niederung direkt am Ufer der Eider. Bei Tönning geht die Untereider in den eigentlichen Mündungsbereich über. Die Stadt ist die größte Stadt der Halbinsel und frühere Kreisstadt des ehemaligen Landkreises Eiderstedt mit ca. 5000 Einwohnern.

Geschichte:
Wappen von Tönning Die Blütezeit Tönnings begann um ca. 1605, als Einwanderer aus den Niederlanden für einen starken wirtschaftlichen Aufschwung in den Dreilanden sorgten. Sie führten vor allem die Käseproduktion im großen Stil ein, dadurch wurde Tönning wichtigster Ausfuhrhafen. Der Hafen wurde 1613 in seiner heutigen Form gegraben, er bot einen Anlegeplatz für Schiffe, welche die landwirtschaftlichen Produkte Eiderstedts nach ganz Europa brachten. Die Kleinstadt Tönning (Stadtrecht seit 1590) war Gerichtsort für den Ostteil Eiderstedts, ab 1630 tagte hier auch die Eiderstedter Landesversammlung. Herzog Adolf von Schleswig-Holstein-Gottdorf bzw. seinem Staller Caspar Hoyer ist es zu verdanken, das damals die Verkehrswege in Form von kleineren Kanälen (Wasserstraßen) erbaut wurden. Er ließ die Süderbootfahrt von Garding nach Katingsiel mit Abzweig nach Tönning bauen, und die Norderbootfahrt nach Tetenbüll. Gleichzeitig sorgten bessere Entwässerungstechniken in der Gegend für verbesserte Erträge in der Landwirtschaft. Im 17. Jahrhundert passierten jährlich 60.000 Pfund Weizen den Hafen, dazu kamen lebende Tiere, Fleisch und Wolle.

Tönninger Hafen Ein ehemaliger Speicher, das große Packhaus, erinnert an die Zeit des Eider-Kanals, welcher von 1777 bis 1784 erbaut wurde. Der zwischen Rendsburg und Kiel gebaute Kanal verband über die Eider erstmals die Nord- mit der Ostsee. Tönning als letzter Hafen vor der offenen Nordsee profitierte davon sehr, da die Seeschiffe, welche hier anlegten, sich für die weitere Fahrt durch die Nordsee oder den Kanal und die Ostsee ausrüsteten.

 

 


Tönninger Hafen Diese Stellung als wichtiger Durchgangshafen endete, als 1895 der Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nord-Ostsee-Kanal) eröffnet wurde, der die Schiffe über die südlicher gelegene Elbe und nicht mehr die Eider in die Nordsee führte.

 

 

 






Eidersperrwerk

 Mit der Fertigstellung des Eidersperrwerks 1972 verlor der historische Hafen Tönning seine Bedeutung als Fischereihafen, da fast alle Fisch- und Krabbenkutter dorthin verlegt wurden.

 

 

 

Tönninger Hafen Tönninger Hafen Der Schlossgarten Der Schlossgarten Die St. Laurentius Kirche Die St. Laurentius Kirche

 

 


Allgemeines:
Tönning auf der Nordseehalbinsel Eiderstedt in Schleswig Holstein ist ein anerkannter Kurort. Ein ideales Ausflugsziel in Ihrem Urlaub auf Eiderstedt: Hier kann man die klare, reine Nordseeluft tanken, abschalten, die Früchte des Meeres und andere landestypische Getränke und Speisen genießen, die grenzenlose Natur beobachten und entdecken aber auch einen aktiven Urlaub gestalten. Für jeden ist etwas dabei. Im Hafen überwiegen die vielen Segel- und Sportboote. Der Hafen ist Ausgangspunkt für Ausflugsfahrten auf der Eider, zum Eidersperrwerk und zu den Seehundsbänken.
Tönninger Freibad

Das Meerwasserfreibad lädt im Sommer zum Badevergnügen ein.

Mit zum Stadtgebiet gehört das Naturschutzgebiet Katinger Watt, welches durch den Bau des Eidersperrwerks entstanden ist, es ist das einzige etwas größere Waldgebiet der schleswig-holsteinischen Marsch.

 

 

 



Zu Tönning gehören die Ortsteile:
- Kating
- Olversum
- Groß Olversum

Mit dem Amt Eiderstedt und der Stadt Tönning besteht seit dem 1. Januar 2010 eine Verwaltungsgemeinschaft.