Ausflugsziele

In der Urlaubszeit bzw. Ferienzeit ist Eiderstedt ein beliebtes Reiseziel.

westerhever-98x63 Hier möchte ich Ihnen einige Interessante Ausflugsziele für Ihren Urlaub auf Eiderstedt zeigen.

 

Eiderstedts Ausflugsziele

 

Galerie - Ausstellung

Auf Eiderstedt gibt es viele Galerien - Ausstellungen

 Offene-Bude-Sommerfest-b1-2Hier einige Tipps 

 

Galerie - Ausstellungen

 

Foto-Album

Pfadis Oldenswort

Sankt Pankratius Pfadfinder Oldenswort

Sankt Pankratius Pfadfinder Oldenswort

Lust auf Lagerfeuer und Abenteuer ?

 Unser Stamm, der Sankt Pankratius Pfadfinder Oldenswort, ist der einzige Stamm auf Eiderstedt und besteht seit Juni 2008.

Neugierig? Dann viel Spaß auf unserer Seite...

Zur Internetseite

 

Hoyerswort - Die Geschichte des "Eiderstedter Schlosses"

hoyerswortReise durch die Geschichte:  Das "Schloss" Hoyerswort
Es gehört zu den schönsten Gebäuden in Eiderstedt und auch Nordfriesland und hat eine geschichtsträchtige Vergangenheit, die an der Westküste ihresgleichen sucht.

Der Name Hoyerswort geht auf Caspar Hoyer, den einstigen Staller von Eiderstedt zurück.

 

hoyerswort-2Hoyerswort ist das einzige Herrenhaus, welches sich auf Eiderstedt befindet, das die Leute hier auch Schloss Hoyerswort nennen. Es handelt sich hierbei um einen weißen, zweigeschossigen Renaissancebau mit Schweifgiebel und Treppenturm. Erbaut wurde es im 16. Jahrhundert vom königlich dänischen Aufseher (Staller) Caspar Hoyer. Von ca. 1580 bis 1594 ließ er es auf seinem 200 Hektar großen Landsitz nahe Oldenswort errichten.

Der Staller erhob als offizieller Vertreter des Königs die Abgaben und hatte die richterliche Gewalt inne. Wer heute den markanten Treppenturm betritt, kann noch ein Relikt dieser Tätigkeit sehen: das Halseisen des damaligen Prangers.

Die Hoyers stammten aus der Grafschaft Hoya und waren von der Weser eingewandert. Der Gottorfer Herzog Adolf übertrug seinem Rat und Stadthalter auf der Halbinsel 1564 einen Landbesitz von 200 Hektar, und hier ließ sich Caspar Hoyer von ca. 1580 bis 1594 seinen Herrensitz errichten.

Hoyer hatte den Herzog auf Feldzügen begleitet, 1562 wurde er als Diplomat in Diensten von Herzog Adolf von Gottorf eingesetzt und 1578 zum Staller von Eiderstedt ernannt. Er ließ zwischen 1576 und 1579 den Adolfskoog eindeichen, Wege ausbessern und regte die Gründung sozialer Einrichtungen an. Er schuf eine neue Deichordnung, prägte ein neues Landrecht und veranlasste den Herzog, zwei Hospitäler in Tönning und Garding zu bauen.

Auf seine Initiative hin erhielten Tönning und Garding 1590 Stadtrechte.

Hoyer konnte sich an seinem Schloß allerdings leider nicht mehr erfreuen. Er starb im Jahr der Fertigstellung, 1594.

Sein Sohn Hermann Hoyer wurde 1594 Nachfolger als Staller; Er starb 1622. Seine Witwe Anna Ovena Hoyer lebte noch bis 1632 auf Hoywerswort. Sie schloß sich nach dem Tod ihres Mannes einer sektiererischen Glaubensgemeinschaft an, der sie ihr Vermögen überschrieb. Daher musste Sie das Gut 1632 an die Herzogin Auguste von Husum verkaufen. Völlig verarmt starb die Witwe Anna Ovena Hoyer später in Schweden. Im Jahr 1644 übergab die Herzogin Hoyerswort an dem Rentmeister Joachim Danckwerth. Sein Schwiegersohn Andreas Kramer und dessen Erben bewirtschafteten das Gut bis 1732, als es in den Konkurs ging. Hoyerswort erlebte danach mehrmals einen Besitzerwechsel, bis schließlich Boye Hamkens aus Welt Hoyerswort 1771 kaufte. Über 8 Generationen befand sich dann das "Schloss Hoyerswort" im Besitz der Familie Hamkens, bis dann 2011 Alfred Jordy das Gut kaufte...

1713 spielte Hoyerswort bei der Belagerung von Tönning durch dänische, russische und sächsische Truppen eine politisch wichtige Rolle. Hier wohnte der dänische König, als während des Großen Nordischen Krieges Tönning belagert wurde. Und hier nahm er auch die Kapitulation der schwedischen Truppen entgegen, womit der Krieg faktisch entschieden war. ( Verhandlungen auf dem Schloss beendeten damit die Belagerung durch eine Kapitulation der Schweden, die die Stadt besetzt hatten.)

Die zeitweilig grausige Geschichte des Schlosses, wie ein Blutfleck an der Wand des Tanzsaales heute noch bezeugt, hat sogar Schriftsteller und Dichter wie Theodor Fontane und Christian Friedrich Hebbel inspiriert, über die Sage "Vom Teufel und der Tänzerin" auf Hoyerswort zu schreiben. Der Geist des unglücklichen Mädchens von damals spukt bis heute im Schloss "und in mondhellen Nächten hört man bisweilen noch die leisen Klänge von Fiedeln und Violinen im Winde verklingen ...".

Neben dem Schloß mit seinem achteckigen Treppenturm steht ein Haubarg als Stall- und Scheunengebäude.

Der Wassergraben erinnert daran, daß das Schloß auch für den Verteidigungsfall gerüstet sein sollte. Das Eingangsportal aus Haustein wurde im Jahr 1757 eingefügt.

1988 wurde das Herrenhaus als besonders erhaltenswürdiges Baudenkmal originalgetreu restauriert.

 

 

Die Besitzer...:

ca. 1580 -1594 ließ Caspar Hoyer das Herrenhaus  errichten.

1632 kaufte Herzogin Auguste von Husum das Gut.

1644 überließ die Herzogin den Besitz dem Rentmeister Joachim Danckwerth, dem Vater des Historikers Caspar Danckwerth.

1771 bis 2011 gehörte das Anwesen dem Bauerngeschlecht der Hamkens.

2011 kaufte Alfred Jordy das Herrenhaus. Er betrieb zuletzt mit seiner Frau die Marschentöpferei auf Sylt. Die Fam. Jordy möchte Hoyerswort zu einem touristischen Anziehungspunkt auf Eiderstedt machen.

 -> seit 2011 hat nun das Herrenhaus Hoyerswort seine Türen für Besucher geöffnet!

 Erfahren Sie mehr...: Cafe - Museum - Keramik - Herrenhaus Hoyerswort

 

Bilder vom Schloss Hoyerswort finden Sie... hier 

 

Zurück

nach oben