Die Wogemänner von Eiderstedt

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Die Wogemänner von Eiderstedt

Bei den Eiderstedter Wogemännern handelte es sich durch die erste Grote Mandränke, welche sich zwischen dem 15. und 17. Januar 1362 ereignete, heimatlos gewordene Fischer und Bauern, die sich zusammen getan hatten, um sich das "zurückzuholen" was das Meer ihnen geraubt hatte. Durch Raubzüge und Überfälle auf kleine Gehöfte und durch die Enterung kleiner Handelsschiffe verbreiteten Sie im
Umland  Angst und Schrecken.

Ansichtskarte 1925 - Wogemannsburg EiderstedtAn einer schwer zugänglichen Stelle errichteten sie damals eine Trutzburg, die sogenannte Wogemannsbug. Heute steht an dieser Stelle, bzw. auf dieser Warft, das alte Pastorat Westerhevers.
1370 soll sich die Bevölkerung unter der Führung des Stallers Owe Herings gegen die Wogemänner gewehrt haben.

Durch vermutlich Verrat konnte ein aus freiwilligen bestehendem Heer, unter Führung des Stallers, die Burg einnehmen.

Als Grund für die Stürmung der Burg, und das dies von überwiegend freiwilligen aus der Eiderstedter Bevölkerung geschah, wird vor allem auch der Raub junger Mädchen erwähnt.
Den Wogemännern wurde ein "kurzer Prozess" gemacht und Sie wurden zum Tode verurteilt.

Sechzig Wogemänner wurden geköpft und ins Meer geworfen und die Burg zerstört.

Das Material, vor allem die Steine der Wogemannsburg wurden zum Bau des Westerhever Pastorats und auch zur Verstärkung der Westerhever Kirche St. Stephanus bzw. zum Bau des Turmes genutzt.



 

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