Ausflugsziele

In der Urlaubszeit bzw. Ferienzeit ist Eiderstedt ein beliebtes Reiseziel.

westerhever-98x63 Hier möchte ich Ihnen einige Interessante Ausflugsziele für Ihren Urlaub auf Eiderstedt zeigen.

 

Eiderstedts Ausflugsziele

 

Galerie - Ausstellung

Auf Eiderstedt gibt es viele Galerien - Ausstellungen

 Offene-Bude-Sommerfest-b1-2Hier einige Tipps 

 

Galerie - Ausstellungen

 

Foto-Album

Pfadis Oldenswort

Sankt Pankratius Pfadfinder Oldenswort

Sankt Pankratius Pfadfinder Oldenswort

Lust auf Lagerfeuer und Abenteuer ?

 Unser Stamm, der Sankt Pankratius Pfadfinder Oldenswort, ist der einzige Stamm auf Eiderstedt und besteht seit Juni 2008.

Neugierig? Dann viel Spaß auf unserer Seite...

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Die versunkene Braut

Eine Jungfrau in dem längst untergegangenen Ort Eitum auf Sylt war ihrem Bräutigam untreu geworden, obgleich sie dem guten Jüngling, der als Seemann hinausgefahren war aufs Meer, versprochen hatte, sie wolle als eine ehr- und tugendsame Jungfrau in stiller Zurückgezogenheit leben, bis die frohe Stunde der Heimkehr sie wieder mit ihm vereinigen würde; dann solle der Bund der Liebenden auch nicht mehr geheimgehalten, sondern durch die Hand des Priesters geweiht werden.

„Lieber wollte ich in einen grauen Stein verwandelt werden, als mein Gelübde brechen!" hatte sie gesagt, und der Jüngling, ein treues Blut, hatte ihr geglaubt und seinerseits Treue bewahrt. Während der Bräutigam nun in der Fremde war und die Monate und Wochen zählte, die noch verfließen mussten, ehe er an die Heimkehr zur Geliebten denken konnte, währte der treulosen Braut die Zeit zu lange. Sie vergaß ihren Schwur, duldete die Besuche anderer Freier und verlobte sich endlich mit einem Schlachter aus Keitum.

Der Hochzeitstag wurde anberaumt, und der Zug fröhlicher Hochzeitsgäste setzte sich, nach alter Weise, einen Vormann zu Pferde an die Spitze, in Bewegung, um die Braut aus Eitum abzuholen und das Brautpaar nach der Keitumer Kirche zur Trauung zu begleiten. Alle waren wohlbehalten in dem Haus der Braut angelangt. Diese hatte die alte Nationaltracht und den Brautstaat angelegt, war nach alter Sitte auf den Brautwagen gehoben worden und schien den Schwur, den sie beim Abschied des ersten Bräutigams getan hatte, vergessen zu haben.

Der Zug setzte sich in Bewegung nach der Keitumer Kirche. Anfangs ging alles gut. Da, als man ungefähr den halben weg zurückgelegt hatte, sah man ein gebrechliches altes Weib mit roten Augen am Wege stehen, das die Braut mit unverwandtem Blick ansah. Ein altes Weib, das einem Brautzug begegnet, bedeutet schon nichts Gutes; um so mehr musste dieses Weib unter den hier obwaltenden Umständen die Braut erschrecken, vollends noch, als dasselbe mit kreischender Stimme rief: „Eitumer, Keitumer, eure Braut ist eine Hex! (d.h., eine Untreue)" Der Vormann blickte die Braut prüfend an, konnte ihr aber, da sie ihre innere Aufregung geschickt verbarg, nichts anmerken, und sagte daher zuversichtlich: „Ist unsere Braut eine Hex - Untreue -, so wollt’ ich, dass wir in die Erde sänken und als graue Steine wieder hervorwüchsen."

Kaum war der Wunsch ausgesprochen, als die Erde sich auftat, und die Braut samt einigen Begleitern, die sich vielleicht ähnliche Untreue hatten zuschulden kommen lassen, verschlang. Die Erde behielt sie nicht, sondern stieß sie, nachdem sie versteinert waren, wieder herauf ans Tageslicht. Sie stehen (so 1860) noch da als graue Steine, und die kleinen Hügel zwischen den Thinghoogern und Tinnum heißen noch heute Bridfearhooger - Brautfahrthügel.

 

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